„Spiegelfassade“ für Solarriesen

7. Mrz 2013, in Energieeffizienz, Fassadendesign, Glas, Objektberichte, VHF

Klarheit und Einfachheit dominieren bei der Anordnung der Baukörper.

Seit 20 Jahren ist das österreichische Unternehmen Fronius im Bereich Solarelektronik tätig. 2008 erfolgte der Spatenstich für den Neu- und Umbau des Forschungs- und Enwicklungsszentrums im oberösterreichischen Thalheim. Der Entwurf des deutschen Architektenduos schneider+schuhmacher setzt sich intensiv mit der Arbeitsstruktur sowie der Corporate Identity des weltweit agierenden österreichischen Unternehmens auseinander. Dabei steht eine Kombination aus Revitalisierung der bestehenden Gebäudesubstanz und Neubauten im Zentrum. Bei der gesamten Planung kamen dem Natur- und Ressourcenschutz eine besonders große Bedeutung zu.

 

 

Für Fronius stehen Natur- und Ressourcenschutz im Vordergrund. Daher lag die Anforderung bei der Planung auch darin, bei der Gestaltung nicht nur auf das Design, sondern auch auf energietechnische Gesichtspunkte besonderen Wert zu legen. In der Anordnung der Baukörper dominieren Klarheit und Einfachheit. Offene und flexible Strukturen stellen eine gute Orientierung dar. Einerseits fügt sich die „Spiegelfassade“ des Solarriesen hervorragend in die Umgebung ein und verschmilzt förmlich mit der Natur und den umliegenden Gebäuden. Andererseits verbindet die spiegelnde Glasfassade gestalterische und energietechnische Anforderungen optimal miteinander.

 

Die Unterkonstruktion der vorgehängten hinterlüfteten Glasfassade wurde mit thermischen Trennelementen am Untergrund verankert, erst dann wurden die Glaspanele eingehängt. Im Winter ermöglicht die Fassade durch optimale Dämmung eine Reduktion der Heizkosten. Während der Sommerhitze sorgen die Glaspaneele nicht nur für eine tolle Optik, sondern die fehlende Transparenz verhindert eine Aufheizung des Gebäudeinneren und spart so teuere Stromkosten für eine Klimatisierung der Innenräume ein. Zwischen den vorgehängten Panels und der direkt auf den Untergrund aufgebrachten Mineralwolldämmung verbleibt eine zirkulationsfähige Luftschicht. So entsteht ein bauphysikalisch optimaler Wandaufbau mit geringer Bautiefe.

Mehr Infos über Fronius: www.fronius.com

Mehr Infos über schneider+schumacher: www.schneider-schumacher.com

Fotos: Christian Schellander

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