Moderner Wohlfühlraum fürs Älterwerden

19. Jun 2015, in Objektberichte

Geriatriezentrum Donaustadt in Wien

Geriatriezentrum Donaustadt in Wien

Wien ist eine Stadt zum Älterwerden. Dass Altersheime mit der steril-kalten Atmosphäre einer medizinischen Anstalt längst ausgedient haben, beweist das Wiener Geriatriekonzept.

 

Moderne Pflegeeinrichtungen werden heutzutage als attraktive und lebendige Wohnhäuser konzipiert – und dementsprechend funktioniert auch ihre Architektur: Grünzonen, Loggiabereiche, Sphären für Geselligkeit und Privatheit wechseln einander ab. Seit März 2015 finden im Pflegewohnhaus Donaustadt betagte Menschen ein neues Zuhause.

 

Die Fassade als Statement der Urbanität
Das Projekt wurde 2009 im Rahmen eines mehrstufigen EU-weiten Realisierungswettbewerbes von einer Fachjury ausgewählt, den Delugan Meissl Associates Architects für sich entscheiden konnten. Die Generalplanung übernahm Vasko+Partner. Bereits bei der Planung des Pflegewohnhauses Donaustadt legte man Wert auf eine ansprechende, urbane, zeitgemäße Architektursprache, die sich an der Außenhaut des Gebäudes manifestiert. Klar, edel und fugenlos präsentiert sich das Pflegewohnhaus gleich auf den ersten Blick. „Wir haben uns für eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade entschieden, die eine absolut homogene, fugenlose Oberfläche bildet und die Möglichkeit bietet, fassadenbündige Fenster auszubilden“, bestätigt man bei den Architekten vom Büro Delugan Meissl.

Große Fensterfronten dominieren das Gebäude

Große Fensterfronten dominieren das Gebäude

 

Gediegenheit und Klarheit des äußeren Erscheinungungsbildes setzen sich auch im Inneren des Gebäudes fort. Umlaufende Loggienbereiche bieten einen direkten Bezug zur Außenwelt. Auch die großen, offenen Aufenthaltsräume ermöglichen es den Bewohnern, sich aktiv oder passiv in die Gemeinschaft einzubinden. Mit dem Zu- und Neubau wurden auch ausreichende Rückzugsbereiche für die Bewohner und deren Angehörige geschaffen. Auch ein 2.000 Quadratmeter großer Therapiegarten steht zur Verfügung. Zwei Innenhöfe wurden mit mobilen Kunstinstallationen versehen. Ein zentraler, repräsentativer Eingangsbereich fungiert als Servicezentrum und Verteiler für die neuen Pflegeheimbereiche, deren Funktionen ebenso wie die belebte Fassade Bindeglieder zwischen dem Geriatriealltag und dem umgebenden Stadtleben darstellen.

Kunstinstalationen im Innenhof

Kunstinstalationen im Innenhof

 

Wohlfühlraum für betagte Menschen
Nach der Sanierung und Erweiterung bietet das neue Wohn- und Pflegehaus nun auf sechs Ebenen und zwölf Pflegewohnbereichen Platz für 328 Bewohner. Das neue Wohn- und Pflegehaus verfügt ausschließlich über Ein- und Zweibettzimmer für die Bewohner und zusätzlich über 90 spezielle Pflege- und Sonderstationsbetten. Es ist Bestandteil des übergreifenden Geriatriekonzeptes der Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser des Wiener Krankenanstaltenverbundes. Das Zentrum für Lungenerkrankungen u. Langzeitbeatmung und das Zentrum für Wachkomabetreuung wurde als eigener Zubau geplant und ist auf der Zutrittsebene mit dem Bereich der Langzeitbetreuung verbunden.

Mehr Infos über Delugan Meissl Associates Architects: www.dmaa.at

Fotos: Christian Schellander

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