Kurt Tillich – Vermeidung des gänzlich Willkürlichen

11. Nov 2016, in Fassadendesign, Interviews

 Kurt Tillich. Courtesy of Kurt Tillich. Photo © Franziska Hasenknopf

Kurt Tillich. Courtesy of Kurt Tillich. Photo © Franziska Hasenknopf

 

Kurt Tillich gewann dieses Jahr den BDA Architekturpreis „max40 – Junge Architekten 2016“. Ausgezeichnet wurde er für ein Produktions- und Bürogebäude der Textilmacher GmbH in München. Es ist das erste größere Projekt des Architekten, der Tillicharchitektur 2011 gegründet hat. Insbesondere die Fassade dieses kompakten Baus spiegelt das Thema der Materialität wieder. Ihre plastische und wie gefaltet wirkende Oberfläche liest sich wie eine von vielen möglichen Ausdrucksformen von Stoffen. Selbst die mit Bedacht gesetzten Fugen erinnern an Nähte. Kurt Tillich berichtet über einige Hintergründe zu dieser ausdrucksvollen Hülle.

 

 

Herr Tillich, zunächst einmal zu Ihrer Person: Was können Sie uns über Ihren Werdegang sagen? Was hat sie geprägt und inspiriert?

Kurt Tillich: Ich glaube, dass einen bereits die Erfahrungen aus dem Grundstudium prägen können. Bei dem Schweizer Professor, den wir in der TU München in den ersten vier Semestern hatten, waren zum Beispiel der Entwurf und die Herangehensweise mit Funktionsschema und Raumprogramm zunächst mindestens genauso wichtig wie Themen der Konstruktion. Später kam mein Studium an der ETSAM in Madrid dazu. Dort hatte ich im Gegensatz zu der Lehre an der TU München größere Freiheiten.

Sie haben sich schon recht früh in die Selbstständigkeit gewagt. Wie ist das Büro Tillicharchitektur entstanden?

Kurt Tillich: Zusammen mit der Realisierung eines Clubs in München noch während des Studiums war dann danach die Wahl eines mittelgroßen Büros sicher eine glückliche Entscheidung. Dort konnte man alle Leistungsphasen abdecken und wenn man mochte, konnte man viel Verantwortung zu einem frühen Zeitpunkt übernehmen. Eine gewisse Spezialisierung auf Fassaden hat bereits dort stattgefunden. Ich arbeitete beispielsweise an der Fassade einer Sparkasse und eines Büroturms in Freiburg sowie an einem Museum in Ulm. Das Büro Tillicharchitektur gibt es seit 2011 mit Beginn des Textilmacher-Projekts.

tillicharchitektur, Westansicht Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München. Courtesy of tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München www.we-shoot-it.com

Westansicht Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München. Courtesy of Tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München (www.we-shoot-it.com)

 

Im März dieses Jahres wurde Ihr Entwurf für einen neuen Firmensitz für ‚Textilmacher‘ ausgezeichnet mit dem BDA-Architekturpreis ‚max40 – Junge Architekten 2016‘. Somit wurde gleich Ihr erstes realisiertes Gebäude ausgezeichnet. Was für ein Gefühl war das?

Kurt Tillich: Natürlich ist es phantastisch, wenn die eigene Arbeit so honoriert wird. Und wenn sich daraus auch noch eine Werbewirkung ergibt, wäre das natürlich toll. Als junges Büro ist man darauf ja durchaus angewiesen.

Man sagt, dass Aufträge über Architekturwettbewerbe – besonders für die junge Generation – praktisch illusorisch sind und die Konkurrenz durch etablierte Büros zu groß ist. Wie erleben Sie persönlich die Ausgangslage für junge Architekten hierzulande?

Kurt Tillich: Tatsächlich haben wir bei offenen Wettbewerben bislang gar nicht erst teilgenommen, da der Aufwand und die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs in keinem gesunden Verhältnis stehen. Selbst bei beschränkten Wettbewerben ist es für ein junges Büro mit wenigen realisierten Arbeiten schwierig, die Kriterien für den Los-Topf zu erfüllen und dann auch noch für die Endrunde gezogen zu werden. Die Hürden scheinen in vielen anderen Ländern niedriger zu sein als hier.

Zunächst zum Gesamtentwurf: Was war das Besondere an dieser Bauaufgabe für ‚Textilmacher‘?

Kurt Tillich: Das Besondere an der Aufgabe war der Bauherr. Das war einer, der Wert legte auf Qualität und der gewillt war, Standartlösungen zu hinterfragen und unkonventionelle Entscheidungen mitzumachen. Das Raumprogramm in Verbindung mit den Flächen, also Grundstück und GFZ, ließen nur begrenzte Möglichkeiten für ein räumliches Entwerfen zu, d.h. für spannende Raumsituationen, Höhenstaffelungen, Raumübergänge, geschossübergreifende Räume und Ähnliches. Einen möglichst flexiblen Rahmen für die Produktion der Textilmacher GmbH zu liefern, war ein wichtiger Faktor. Ebenso wie der Wunsch, dem Gebäude nach Außen eine Gestalt zu geben, deren Klarheit und Präzision einen Rückschluss auf die Arbeit der ‚Textilmacher‘ im positiven Sinn erlaubt.

tillicharchitektur, Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München. Courtesy of tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München www.we-shoot-it.com

Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München. Courtesy of Tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München (www.we-shoot-it.com)

 

Welche Überlegungen haben zu dieser Idee der in sich gefalteten Fassadenhülle geführt?

Kurt Tillich: Es waren gestalterische und ökonomische Überlegungen im gleichen Maße. Da das Budget äußerst knapp war, ca. 1200 €/m2 BGF, war es wichtig, eine Konstruktion oder ein System abseits der üblichen Industriebausysteme zu finden. Die Sandwichbauweise, die es bereits seit Jahrzehnten gibt, war dabei sehr vielversprechend. Es gibt zahlreiche Ausführungen, bei welchen mit Farbe oder Matrizen, also Gummi- und Kunststoffprofilen mit verschiedensten Mustern gearbeitet wird. Diese werden auf die Schaltafeln geklebt oder eingelegt. Wir wollten allerdings nicht nur mit Oberflächenstruktur und Farbe arbeiten sondern dem einfachen Baukörper eine dritte Dimension in der Fassade geben. Dafür wiederum sorgen die Faltungen.

Man würde meinen, dass bei einem ‚knappen‘ Budget eine individuelle Ausformung der Fassadenelemente sehr schwierig ist. Wie funktionieren niedrige Kosten bei so speziellen Sandwichelementen?

Kurt Tillich: Der Trick bestand darin, die unterschiedlichen Module soweit es geht zu reduzieren. In unserem Fall auf vier verschiedene. Erreicht haben wir dies durch eine zu den Etagenniveaus versetzte Montage der Wandelemente. Somit konnten alle Geschosse die gleichen Außenwandelemente erhalten, auch das oberste Geschoss mit der Attika. Da die kostenintensive Arbeit das Erstellen der 3D-Schalungen im Werk ist, war die Reduzierung dieser Schalungen der Knackpunkt.

Gab es auch noch weitere fassadentechnische Knackpunkte?

Kurt Tillich: Zunächst mussten wir erst einmal klären, ob es thermische Zwänge gibt, wozu es ja durch eine unterschiedliche Aufwärmung der Materialien innerhalb der Wandmodule kommen kann. Zusätzliche thermische Zwänge gibt es natürlich dadurch, dass sich Stellen mit, sagen wir, 8cm Betonstärke und jene mit 24cm bei Sonneneinstrahlung unterschiedlich stark aufheizen. Durch eine stärkere Bewehrung der Außenschale konnten wir diese Spannung aufnehmen. All diese Fragen hatten letzten Endes auch Einfluss auf die Gestaltung … danach haben wir nach einem Prinzip gesucht, welches mit möglichst wenig verschiedenen Modulen die gewünschte Fassadenausformung zulässt.

Tillicharchitektur. Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München. Courtesy of tillicharchitektur.

Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München (Teilschnitt). Courtesy of Tillicharchitektur.

 

 

Gab es spezielle Entwurfs-Methoden bei dieser komplexen Oberflächengestaltung?

Kurt Tillich: Die Ausformung der Elemente im 3d-Programm zu überprüfen, war natürlich wichtig. Um die gewünschte Wirkung aber wirklich sicherzustellen, war ein Modell von großer Bedeutung, auch hinsichtlich der Überzeugungsarbeit beim Bauherrn. Bei der Umsetzung haben wir sehr früh mit der Fa. Hemmerlein zusammengearbeitet, ohne deren Erfahrung das Ergebnis anders ausgefallen wäre.

Verraten Sie uns etwas mehr über dieses Modell?

Kurt Tillich: Das Modell hatte den Maßstab 1:50 und war aus Graupappe. Um das Licht und Schattenspiel möglichst echt wiederzugeben, waren Maßstab und Material wichtig.

War Ihnen eigentlich von Anfang an klar, dass das Gebäude eine so prägnante Oberfläche haben muss? Steht die Fassade für etwas Bestimmtes?

Kurt Tillich: Es gab zunächst keinen direkten Wunsch, eine Assoziation mit etwas ‚Textilem‘ herzustellen. Aber am Ende war der Name ‚Textilmacher‘ natürlich ein schöner und gewollter Aufhänger – beim Anblick dieser Oberflächenstruktur. Ich denke, die Ausdruckskraft liegt an dem sehr skulpturalen Erscheinungsbild, welchem erst die Fensteröffnungen eine Maßstäblichkeit verleihen. 

Zu den Fenstern kommen wir noch … vorerst aber die Frage: War Ihnen die Gestaltung von Fassaden schon immer wichtig?

Kurt Tillich: Ein gewisses Augenmerk hat sich mit zunehmender Praxis verstärkt. Meine Herangehensweise ist vielleicht mit der ‚Vermeidung des gänzlich Willkürlichen‘ gut beschrieben. Ein gewisses System oder eine Ordnung ist mir wichtig. Dabei ist unerheblich, ob diese Ordnung wahrnehmbar ist oder nicht. Das Mercedes Museum in Stuttgart ist beispielsweise in meinen Augen ein unglaublich gelungenes Beispiel für eine Idee und eine Ordnung, die sich dem Betrachter beim Begehen sofort erschließt.

tillicharchitektur, Westansicht Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München. Courtesy of tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München www.we-shoot-it.com

Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München. Courtesy of Tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München (www.we-shoot-it.com)

 

Nochmals zu der Sandwichbauweise. Die Maße dieser Fertigteilelemente betragen stattliche 6,60 x 3,90 Meter und die Betonteile sollen an einigen Stellen bis zu 62 Zentimeter stark sein. Wie war es überhaupt möglich, diese großen Sandwich-Elemente konstruktiv an der Wand fest zu machen?

Kurt Tillich: Bei der Sandwichbauweise sind Tragschale, Dämmung und Fassadenschale ein im Fertigteilwerk zusammen produziertes Element. Die Teile kommen per Tieflader auf der Baustelle an. Dort werden sie mittels Mobilkran versetzt und mit Dornen, Schlaufen und vierseitig eingespannten Decken miteinander verbunden.

Wie schwer ist eigentlich ein solches Sandwich-Element?

Kurt Tillich: Die großen Elemente ohne Fenster wiegen ca. 24 Tonnen.

Die Proportionierung dieser Module ist für die Fassadenwirkung sehr wichtig. Genauso bewusst scheinen Sie auch auf die Gestaltung der Fugen zwischen diesen Modulen geachtet zu haben. Was können Sie uns dazu sagen? 

Kurt Tillich: Es ist richtig, dass neben der plastischen Ausformung die Fugen ein wichtiges Gestaltungsmerkmal sind. Wir haben ein dunkles Kompriband benutzt, das 2cm zurückgesetzt liegt. Diese Maßnahme arbeitet den Verlauf der Fugen klar heraus und zeigt, wo die zusammen-gepuzzelten Elemente gefügt sind.

tillicharchitektur, Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München (Detail mit Fugen). Courtesy of tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München www.we-shoot-it.com

Produktions- und Bürogebäude Die Textilmacher, München (Detail mit Fugen). Courtesy of Tillicharchitektur. Foto © Michael Compensis, München (www.we-shoot-it.com)

 

Das Faltmotiv gibt dem Erscheinungsbild eine gewisse Lebendigkeit durch unterschiedliche Schattierungen. Sie erwähnten bereits Ihre Vorstudien am Pappmodell um die Licht-und-Schatten-Effekte zu testen …

Kurt Tillich: Die Ausgestaltung wurde, wie gesagt, mit einem 3D-Programm erarbeitet. Richtig sicher, dass die Fassadengestaltung auch wirklich funktioniert, konnten wir aber erst sein, als das Modell im Tageslicht gedreht und gewendet werden konnte. Einen kleinen Teil der Fassade – ca. 3,80×1,20m – haben wir als Muster vorab produzieren lassen.

Wie kommt dieser spezielle Farbton der Fassade zustande?

Kurt Tillich: Die Graufärbung des Betons wird durch Zugabe von Eisenoxidpigmenten in die Fassadenschale erreicht. Der matte Glanz kommt in der Hauptsache von der Hydrophobierung, also einer Schicht, die das Einsaugen von Wasser verhindert.

Ist das Zusetzen von Eisenoxidpigmenten eigentlich sehr aufwendig und teuer?

Kurt Tillich: Der Aufpreis für das Einfärben der Außenschale lag bei ca.10-20€/m2.

Die markante Wirkung dieser Fassade liegt u.a. auch darin, dass sie wie eine einzige zusammenhängende Schale aussieht …

Kurt Tillich: Diese in sich abgeschlossene Wirkung der Fassadenhülle war durchaus gewollt. Erreicht haben wir das durch den abgesetzten Sockel und auch durch die rückversetzten Fenster.

Übrigens zu Ihrer Fensterwahl: Was können Sie uns darüber Näheres sagen?

Kurt Tillich: Ein erster Gedanke, mit reiner Festverglasung zu arbeiten, wurde früh verworfen. Um dennoch eine möglichst homogene Gestaltung zu erreichen und der Maßstäblichkeit der Betonelemente gerecht zu werden, haben wir Stufengläser und einen durchgängigen einheitlichen Sonnenschutzbehang eingesetzt. Der Vorteil bei den Stufengläsern liegt darin, dass lediglich eine Fuge und eine schwarze Glasbeschichtung am Übergang zwischen Festverglasung und Öffnungsflügel sichtbar ist.

Wie sind diese Stufengläser zu verstehen?

Kurt Tillich: Die Festverglasungen sind als Stufengläser ausgeführt, d.h. die äußere Scheibe ist größer und verdeckt den Pfosten zwischen Festverglasung und Öffnungsflügel. Der Öffnungsflügel ist ein Dreh-Kippflügel.

Besonders knifflig muss die skulpturale Durchgestaltung der Gebäudeecken gewesen sein. Wie haben Sie diese Stellen bewältigt?

Kurt Tillich: Die Anzahl der Wandelemente, je Seite entweder zwei oder vier Typen, bedingen die Ausformulierung zweier unterschiedlicher Ecken. Diese wurden im 3D-Modell und kleineren Geometriestudien gelöst. Eine Variable von 16cm sowohl in der Stärke der Fassadenschale als auch im Versatz der vertikalen Fugen hat sich als guter Kompromiss herauskristallisiert. Die Ecken nehmen diese doppelte Variable durch Ihre Form auf. Konstruktiv gesehen sind sie Teil der Stirnseiten.

Die „max 40“ Preisverleihung war am 5. Juli 2016.  Vielleicht ein guter Einschnitt, um sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Gibt es für Sie persönliche Visionen, eine Art von ‚Traumprojekt‘ oder dergleichen? 

Kurt Tillich: Ein interessantes Projekt im Bereich Wohnbau wäre schon eine spannende Sache. Ebenso wie im Bereich Kultur. Im Grunde steht und fällt aber jedes Projekt ein bisschen mit Auftraggeber oder Bauherr. Wenn es hier eine gewisse Wertschätzung gibt, kann jedes Projekt zu einem einzigartigen Ergebnis führen.

 

Bis zum 16.Oktober 2016 ist ‚Textilmacher‘ zu sehen in der Ausstellung ‚max40 – Junge Architekten 2016‘ im Deutschen Architekturmuseum DAM, Frankfurt am Main: BDA Architekturpreis „max40 – Junge Architekten 2016“

Zur Website von Tillicharchitektur

 

 

 

 

 

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5 Kommentare

  1. 15. Nov 2016, 7:21 pm erstellt von Vesely Fassadenagentur

    Ob Beton, Keramik oder ein anderes Material – eine super schöne FORMGEBUNG der Fassade und ein tolles PROJEKT! Glückwunsch vom Team der Fassadenagentur

  2. 21. Dez 2016, 11:03 am erstellt von Marika

    Es sieht super aus!

  3. 1. Jan 2017, 7:45 pm erstellt von Sabine

    Das Haus sieht echt klasse aus. Eines der best designten Häuser, das ich je gesehen habe.

  4. 18. Mai 2017, 11:42 am erstellt von Michaela

    Hallo danke für dir tollen Impressionen zu der ausgefallenen Fassade. Mich würde interessieren , wie lange die Hydrophobierung hält und ob sie erneuert werden kann? Nun ja das man den Hern Tillich wohl nicht mehr fragen. Für die Fassadenreinigung ist das aber bestimmt eine interessante Frage.

    • 18. Mai 2017, 8:25 pm erstellt von Özlem Özdemir

      Liebe Michaela, eine weitere gute Frage! … Ich darf Sie nur darauf hinweisen: Herr Tillich hat auf seiner Website auch seine Kontaktangaben. Ich könnte mir daher vorstellen, dass diese auch für solche Fälle genutzt werden kann. Schreiben Sie aber gerne weiterhin auch hier, das was Sie interessiert! Mit bestem Gruß, Özlem Özdemir