Fassadenspiel zwischen Mittelalter und Moderne

5. Nov 2015, in Fassadendesign, Glas, VHF

Schönsee ist ein ruhiger Ort unweit der deutsch-tschechischen Grenze, an dem ein Projekt umgesetzt wurde, das sich der Begegnung der Kulturen verschrieben hat. Untergebracht wurde das „Centrum Bavaria Bohemia“ im ehemaligen Kommunbrauhaus. Dort begegnen sich auch ganz unterschiedliche architektonische Fassadenlösungen in einem Fassadenspiel zwischen Mittelalter und Moderne.

 

In dem im 17. Jahrhundert errichteten Gebäude brauten die Familien des Orts bis in die 50er-Jahre ihr eigenes Bier. Heute treffen an diesem historischen Ort nicht nur kulturelle Welten aufeinander, sondern auch materielle: Zu den ursprünglichen Feldsteinmauern kommen nun die bedruckten Platten einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade hinzu und geben dem „Centrum Bavaria Bohemia“  eine prägnante Erscheinung.

 

Bayrisch-Böhmisches Kulturzentrum, Architekturbüro Brückner & Brückner, Fotograf Guido Erbring, Köln

Bayrisch-Böhmisches Kulturzentrum, Architekturbüro Brückner & Brückner, Fotograf Guido Erbring, Köln

Bayrisch-Böhmisches Kulturzentrum, Architekturbüro Brückner & Brückner, Fotograf Guido Erbring, Köln

Bayrisch-Böhmisches Kulturzentrum, Architekturbüro Brückner & Brückner, Fotograf Guido Erbring, Köln

 

Das mit der Sanierung beauftragte Architekturbüro Brückner & Brückner führte eine Aufstockung des Ostflügels durch, indem ein die alten Mauern überragender Stahlbetonkern eingefügt wurde, an dem die Glasfassade angebracht werden konnte. Die 120 x 21 Zentimeter großen Tafeln greifen die kleinteilige Struktur des alten Mauerwerks auf: Sie wurden im Läuferverband angeordnet und mit einem Foto von horizontal geschichteten Glasplatten bedruckt. Eine doppelte Abstraktion, die die Grenze zwischen Material und Konstruktion verschwimmen lässt – ein außergewöhnliches Fassadenspiel.

 

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