Bikini-Haus in neuem Chic

2. Jul 2015, in Fassadendesign, Putz, WDVS

Seinen Namen trägt das Bikini-Haus, weil dort jahrelang Damen-Oberbekleidung produziert wurde. Auch deshalb ist das in den beiden Jahren zwischen 1955 und 1957 von den Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger errichtete Bikinihaus am Berliner Zoobogen eine Ikone des Westberliner Wiederaufbaus.

 

In direkter Nachbarschaft zu Gedächtniskirche und Zoologischem Garten gelegen, bildet das Bikini-Haus zusammen mit dem Hochhaus am Hardenbergplatz, dem Zoo-Palast, dem Kleinen Hochhaus und der Parkgarage am Zoo das so genannte Zentrum am Zoo.

Bikini-Haus, Berlin. Bild Sto SE & Co. KGaA

Bikini-Haus, Berlin. Fotograf Maximilian Meisse, Bild Sto SE & Co. KGaA

Bikini-Haus, Berlin. Bild Sto SE & Co. KGaA

Bikini-Haus, Berlin. Fotograf Maximilian Meisse, Bild Sto SE & Co. KGaA

Der im Zuge der Revitalisierung des Viertels vom belgischen Designer Arne Quinze erstellte Entwurf für die Sanierung des Stahlbeton-Skelettbaus wurde von den Münchener Hild und K Architekten überarbeitet und im Bereich der Fassade 2013 umgesetzt. Auf der Basis eines Wärmedämm-Verbundsystems entstand mit sondergefertigten 3D-Dämmplatten eine plastisch „gefaltete“ Putzgliederung, deren Elemente sich schuppenförmig überlagern. Eine Brücke zwischen der ursprünglichen Fassadengestaltung mit durchgefärbten Glaspaneelen und der neuen energieeffizienten Dämmfassade schlägt die Entscheidung der Architekten, Partikel der geschredderten Glasplatten in den organischen Oberputz einzublasen.

 

Die Wiedereröffnung des sanierten, und durch Anbauten auch beträchtlich erweiterte, Bikini-Haus fand schließlich im April 2014 statt.

Ein Interview mit Andreas Hild finden Sie hier.

Zur Homepage von Hild und K Architekten

Die vollständige Bildergalerie anschauen:

Schreiben Sie einen Kommentar

*Pflichtfeld